Manchmal schäme ich mich für meine Gedanken.
Manchmal schäme ich mich für ein zu laut betontes 'NEIN'.
Manchmal halte ich mich für grandios.
Manchmal für eine Rabenmutter...aber hey, sollen das nicht die besten Mütter im Tierreich sein?
Gehe ich eine Stunde alleine Joggen, dann schäme ich mich.
Denke ich darüber nach, wie es sein könnte am Abend alleine im Bett zu liegen und zu lesen, dann schäme ich mich.
Will ich mal schnell am Laptop nachschauen und fühle mich von den Kindern bedrängt, dann schäme ich mich.
Am Freitag habe ich ein Vorstellungsgespräch, denke ich darüber nach, falls alles super läuft, wieder Arbeiten zu gehen....ja was, dann schäme ich mich....das böseste und mieseste Gefühl von allen. Mehr dazu gleich.
Wie man bemerkt, doch des öfteren. Es würden mir noch so viele Begebenheiten einfallen, würde ich mich Stunden damit beschäftigen!
Geht das nun den Rest meines ganzen Lebens so? Dass ich wegen lapidaren Dingen ein schlechtes Gewissen bekomme/habe?
Geht es allen Müttern so? (Hallo ihr da draußen????)
Nun zu der Thematik mit der mich hier hauptsächlich beschäftigen möchte. Das Thema: Mutter und Arbeitnehmerin sein.
Was sagt ihr? Ja klar, je früher ein Kind unter anderen Kindern ist, umso besser für das Sozialverhalten..bla bli blubb.
Wie viel Zeit kann man dann noch mit seinen Kindern verbringen? Hat man das Glück eine super Teilzeitstelle zu ergattern, dann natürlich genug...aber was wenn nicht? ...Vollzeit käme für mich unter keinen Umständen in Frage, selbst wenn es finanziell mehr als notwendig wäre. Konsumverhalten und Materialismus sind in dieser Zeit hoch angesehen. Man muss den Kindern viel bieten können, 5 Sterne Urlaub, Technischen Schnick-Schnack...usw usw. Aber deswegen die Kinder 9-10 Stunden am Tag 'abschieben'...eine gute Bindung und die gemeinsam verbrachte Zeit in den schönsten Jahren, wenn man Kinder erleben darf wird nie wieder jemand zurück geben können. Habe ich Kinder bekommen um sie den ganzen Tag nicht sehen zu können? Ich weiß, dass es wenn es sich um dieses Thema geht die Geister scheiden. Aber mir sind meine Kinder und das ich ihnen bei Aufwachsen zusehen darf wichtiger als alles andere. Ich sauge diese Zeit ein, inhaliere sie. Sie ist ein Geschenk.
In der heutigen Zeit wird man ja so oder so seltsam angeschaut, wenn man mit seinen Kindern zu Hause bleibt (Kind 1 wird im Mai 2 und Kind 2 im April 1)....das beste Beispiel erlebte ich im ALDI-Supermarkt, da war mein Sohn vielleicht knappe 18 Monate alt. Wir wollten bezahlen und die Kassiererin schaute ihn an und sagte schon fast giftig :"Warum bist du denn nicht im Kindergarten?"....achso, also ich war auch die ersten 3 Jahre meines Lebens bei meiner Mutter daheim....und habe Abitur und eine Ausbildung. Also geschadet hat mir dieser DAHEIM-AUFENTHALT nicht! Es ist ja nicht so, dass ich vor dem Fernseher sitze und meine Kinder vergammeln lasse. Wir haben einen ziemlich strukturierten Tagesablauf, der 2 lange Gänge an die frische Luft, frisch Kochen, Lesen, Puzzeln, Malen(ja, auch so etwas machen wir schon...), Toben usw usw beinhaltet. Zudem gehen wir so ziemlich jeden Tag auf den Spielplatz und besuchen eine Turngruppe, also sehen meine Kinder auch jeden Tag andere Kinder.Darf man nicht mehr mit seinen Kindern die wichtigsten Jahre verbringen? Oder ist das nur in der Kölner Südstadt so? Da gehen manche Mütter auch nicht arbeiten und geben ihre Kinder trotzdem weg...aber jeder so wie er glücklich wird. Nur zu Hause bleiben, das scheint hier als schlecht zu gelten!
Versteht mich nicht falsch, Kitas sind etwas tolles, ich werde vermutlich selbst wieder in einer anfangen. Aber da wäre wieder die Sache mit dem Gewissen und mit dem Herz...und das egal was man macht, recht machen kann man es nie allen .....und am wenigsten sich selbst.
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